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Kolping
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Gegründet wurde die Kolpingfamilie als Katholischer Gesellenverein im Jahr 1869. Das Werk Adolph Kolpings darzustellen kann niemand besser als das Kolpingwerk
In Wolnzach arbeitet ein eigener Arbeitskreis daran, unsere Chronik allen Interessierten zugänglich zu machen. Ein kleiner Auszug aus der Chronik...
Gründung des Vereins Unter dem H.H. Pfarrer Dominikus Schuhgraf, einem geborenen Abensberger, trat der hiesige katholische Gesellenverein ins Leben und zwar ist der Tag seiner Gründung der 28. November 1869. Erster Präses war der Herr Pfarrer Schuhgraf selbst, das erste Vereinslokal befand sich in der Bräuanderlwirtschaft (Haimerl). Der erste Vorstand war ein älterer Zinngießergehilfe namens Joseph Oberndorfer, der sehr gute musikalische und gesellschaftliche Anlagen hatte. Die Vereinsversammlungen waren jeden Sonntag nachmittag und waren von Meistern und Gesellen gerne besucht, zumal sich im Verein eine kleine Musikkapelle gebildet hatte. Durch geeignete Lehrkräfte wurde in verschiedenen Gegenständen den Gesellen Unterricht gegeben. Eine Abschrift der älteren Satzungen liegt bei. (?) Die Gründungsmitglieder (eingetreten 28.XI.69) waren lt. Liste bis Pos. 20 Kallmünzer. P.S. 28. XII. 1869 wurde der Verein in den „allgemeinen Verband der kath. Gesellenvereine“ aufgenommen mit allen Rechten und Pflichten.
Der damals hier beim Schwarzbräu ins Leben gerufene Arbeiterunterstützungsverein scheint dem Gesellenverein nicht entsprechende Tendenzen gehabt zu haben. Es bestand bald eine ständige Spannung, bis der Arb.U.V. sich auflöste, „nachdem keiner mehr eine ganze Hose hatte“, so sehr ergab sich dieser „Verein“ dem „Suff“. Die ersten Jahre des Vereins bis 1875
Schon das der Gründung des Vereins folgende Jahr war diesem nicht günstig, denn das Kriegsjahr 1870 rief einen Teil der Mitglieder auf das Feld der Ehre für`s Vaterland. Auch nach Beendigung des Krieges 1871 entwickelte sich kein rechtes Vereinsleben. Die Versammlungen waren 1870 monatlich. 1870 traten ein: Pos. 21 Michael Scheller bis Pos. 37 Joseph Söldner. Am Kriege nahmen folgende teil: Joh. Seiz, Martin Eberl, Joh. Moser, Gg. Glück, Quirin Amper, Wilh. Hager, Joh. Eder, Mich. Hermann, Gg. Niest. --- Ehre den Wackeren! ---
1873 zählte der Verein nach Mag. Reg. F 41: 15 Mitglieder. Wirksamkeit: ruft! In dieser „Kulturkampfzeit“ hatte der liberale Arbeiterunterstützungsverein unter Sebastian Hammerschmid`s Fittichen Oberwasser.
1875 / 6 Neues Leben kam in den Verein wieder mit dem Jahre 1875. Die Mitgliederliste weist für dieses Jahr 61 Nummern auf. Vorstand war Josef Hammerschmid, Metzger, wie auch im nächsten Jahr. – Vereinslokal um diese Zeit bei Stiegler, dem „Metzgerwirt“, wo er auch unter Stieglers Nachfolger Menzinger war. Zur Belebung des Vereins wurde Theater gespielt, z.B. „Lumpazivagabundus“. Bei diesem Stück mit Damen, sonst meist ohne Frauenrollen.
1877 u. 1878 In den Sommermonaten Juni & Juli setzte jeweils der Verein aus, es wurden für diese beiden Monate auch keine Auflagen erhoben. Im Jahre 1878 kam der bisherige Herr Pfarrer und Gründer des Vereins Dom. Schuhgraf als Pfarrer nach Oberlauterbach und am 28. Aug. 1878 wurde Hochw. H. Michael Heigl als Pfarrer von Wolnzach investiert, der auch die Präsesstelle des Vereins übernahm. In diesem Jahre 78 ließ sich der Verein ein Mitgliedertableau machen, das noch Pfarrer Schuhgraf als Präses zeigt und 36 Porträts zeigt.
1879 Eine bedeutsame Wendung für das Vereinsleben brachte das Jahr 1879. Der neue Herr Präses beförderte das Theater mehr. Es wurde 12. I. dann wieder 16. u. 23. III. gespielt, und wenn auch keine hohen Einnahmen erzielt, so doch das Vereinsleben gefördert; was sich auch darin ausspricht, daß begonnen wurde, einen Grundstock zur Anschaffung einer Vereinsbühne zu bilden, wozu Herr Schulmeyr am 4. Juli die ersten 5 Mark spendierte. Am 24. Juni, Johanni, feierte der Verein ein Waldfest, wobei er für Musik allein 48,20 M auslegte, von anderen Auslagen abgesehen. – Im Dezember (14. u. 21.) wurde wieder Theater gespielt, die Garderobe von Pfaffenhofen entlehnt, die Christbaumfeier am 28. Dez. machte 109,31 M Kosten, warf aber 192,50 M Einnahmen ab, so daß ein anständiger Gewinn blieb.
Die Rechnung des Vereins schloß bei 99,38 M Übertrag aus dem Vorjahre mit 466,88 M Einnahmen und 288,96 M Ausgaben, also mit 177,92 Aktivrest ab.
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